Respekt

So langsam klingt die Hauptsaison ab. Die Ferien sind beendet, es wird etwas ruhiger auf unserer Insel und so ist Zeit etwas in sich zugehen.

Sie waren fleißig, die emsigen Bienen im Dienstleistungsgewerbe. Ob in der Reinigung, dem Gartenservice, im Zimmerservice, ob die Hausmeister, die Vermieter, der Kellner, die Verkäuferin oder Frisörin. Alle gaben und geben ihr Bestes, um dem Gast einen angenehmen Aufenthalt zu bereiten. Im Großen und Ganzen können unsere Gäste zufrieden sein und sind es auch.
Aber können es unsere Bienen auch? Kommen sie doch zahlreich auch vom Festland, von unseren Unternehmen angelockt. Häufig mit Zusagen, die dann nicht eingehalten werden:
5-Tagewoche, 12€/Std., Wohnung wird gestellt, Kost ist frei.
Erstmal angereist, ist dann der Arbeitsvertrag noch nicht erstellt (und wird es auch nicht), die 5-Tagewoche ist dann eine 7-Tagewoche, weil Personal angeblich nicht erschienen ist. Soll dann im Anschluss abgefeiert werden. Mittagspause ist nicht, ein Brötchen (selbst mitgebracht) zwischendurch muss reichen. Die gestellte Wohnung ist ein Kellerloch, das Bad teilt man sich mit fünf anderen Bienen.
Ein Blick auf die Seite der Arbeitsagentur oder in die Zeitung reicht fast schon aus um diese Arbeitgeber zu entlarven. Es sind immer die Gleichen, die nicht in der Lage sind durch faire und gute Arbeitsbedingungen ein Stammpersonal dauerhaft aufzubauen, sie müssen für jedes Jahr neue Bienen suchen, die sie ausbeuten können. Leider finden sie auch welche. Es wird Zeit daraus die richtigen Schlüsse zu ziehen …
Respekt für diese Bienen, ohne die der Laden nicht laufen würde.

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